Sehenswürdigkeiten in Bogen
Das ehemalige Kloster Oberalteich, bei der niederbayerischen Stadt Bogen, beherbert heute unterschiedlichste Einrichtungen aus dem öffentlichen Leben.
Zurückzuführen ist der Bau auf das Jahr 731 als Herzog Odilo ein Kloster errichten ließ, das jedoch bereits im Jahr 907 wieder zerstört wurde. Erst in dem Jahren um 1100 begannt man unter Graf Friedrich von Bogen die Klosteranlage Oberalteich zu erbauen. Allerdings wurde das Kloster bis in die Jahr um 1242 von den Bogener Grafen ausgebeutet. Erst mit der Übernahme der Wittelsbacher war des dem Kloster möglich zu neuer Blüte zu gelangen. Nachdem im Jahr 1245 ein Brand das Kloster in großen Teilen zerstörte, baute 1256 der Abt Poppo das Kloster neu auf und ließ außerdem eine dreischiffige Basilika erstellen. In den weiteren Jahren wurde das Kloster unter den verschiedenen Äbten immer wieder erweitert und gefestigte. Die Barocke Ausstattung ist auf das 17. bis Anfang des 18. Jahrhundert zurückzuführen.
Die Kirche des Klosters wurde im 15. Jahrhundert mehrmals erneuert. Allerdings stehen aucs dieser Zeit heute nur noch die beiden Türme. Der heutige Bau stammt aus den Jahren 1622 bis 1630 als Vitus Höser, Abt im Kloster, die Kirche neu erstellen ließ. Im Zuge der 1000-Jahr-Feier zum bestehen des Klosters wurde die Kirche mit zahlreichen Fresken und neuer Ausstattung versehen.
Über die Jahrhunderte kann das Kloster auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. Zahlreiche Plünderungen, ca. 600 Brände und sogar die Pest mussten überstanden werden. Im Jahre 1803 wurde das Kloster säkularisiert und aufgelöst. Zahlreiche Ausstattungsgegenstände wurden in benachbarte Pfarreien verlegt und das Kloster in Privatbesitz übergeben.
Heute befindet sich darin das „KulturForum“, die Volkshochschule sowie andere Einrichtungen und unterschiedliche Ausstellungen des Landkreises.
Der Bogenberg, als Wahrzeichen der niederbayerischen Stadt Bogen, ist bereits von weitem sichtbar. Er erhebt sich am Ufer der Donau, als Vorbote auf die Landschaft des Bayerischen Waldes, mit einer Höhe von 118 über dem Donauspiegel. Die Aussicht, die man bei einem Besuch auf diesem Berg genießen kann, reicht durch das umliegende Flachland des Gäubodens, scheinbar bis zum Horizont.
Bekannt ist der Bogenberg vor allem durch seine Wallfahrt und die Kirche St. Maria Himmelfahrt, die auf dem Gipfel erbaut wurde. Der Überlieferung zufolge fand Graf Aswin von Bogen im Jahr 1104 ein Gnadenbild, eine steinerne Statue der Maria, die an der Donau angeschwommen kam, und die er in seiner Schlosskapelle aufstellen ließ. Ab Beginn des 13. Jahrhunderts entwickelte sich auf dem „Berg der Heiligen Maria“, wie er fortan genannt wurde, eine Wallfahrt, die sogar Papstes Honorius III. erwähnte, und bis heute anhält.
Die wohl bekannteste Wallfahrt wird auch heute noch jedes Jahr durchgeführt. Dabei handelt es sich um ein Gelübde des etwa 75 km entfernten Ortes Holzkirchen. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts, eine genaue Jahreszahl wurde nicht überliefert, wurde Holzkirchen von einer Borkenkäferplage bedroht. Im Glauben an die Hilfe der Gottesmutter wurde gelobt, jedes Jahr eine Kerze in der Wallfahrtskirche anzuzünden. Seit jener Zeit wird jedes Jahr am Freitag vor Pfingsten die 13 m hohe Kerze hergestellt. Am Samstag beginnt die Wallfahrt mit begleitender Andacht, meist mit einer Teilnehmerzahl von etwa 400 Personen, und endet am Pfingstsonntag in der Kirche am Bogenberg. Die etwas 50 kg schwere Kerze wird meist liegend getragen, das letzte Stück, also den Berg hinauf, trägt man diese stehend.
Das heutige Kirchgebäude selbst wurde im Jahr 1463 fertiggestellt. Sie unterstand vor allem dem nahe gelegenen Kloster Oberalteich, von wo auch die Wallfahrt auch betreut wurde Zahlreiche Veränderungen im Laufe der Jahrhunderte prägten die Ausstattung der Kirche. Am bekanntesten ist jedoch die Statue der schwangeren Gottesmutter- die „Maria in der Hoffnung“ .
Die Stadtkirche St. Florian in der Stadt Bogen wurde im Jahr 1486 erbaut. Sie ist zurückzuführen auf einen Bitte der Bogener Bürger, die Sie beim Herzog Albrecht II. vorbrachten. Bis dahin war die um 1463 fertiggestellte und durch Ihre Wallfahrt bekannte Kirche auf dem Bogenberg, der Ort des tägliches Gottesdienstes. Da es aber gerade den Älteren, den schwangeren Frauen und den Kranken fast unmöglich war, den Berg täglich zu besteigen, versäumten diese die zur damaligen Zeit sehr wichtige Frühmesse, was zur Folge hatte, dass auch die Kinder nicht daran teilhaben konnten.
Dieser Umstand veranlasste den Herzog dem Bau der Kirche zuzustimmen. Allerdings ließ sich das Kloster Oberalteich, das für die Betreuung der Kirche auf dem Bogenberg zuständig war, erst überreden, als der Bischof von Regensburg dem Abt in Oberalteich das für ewige Zeit geltende Recht verspracht, den Priester in Bogen vom Kloster Oberalteich zu stellen. Im selben Jahr – also 1486 – begannen nun die Leprösenbruderschaft sowie die Bürger der Stadt die Kapelle zu bauen.
Über die folgenden Jahrhunderte ist wenig bekannt. So wurde erst in den Jahren 1931 bis 1935 eine Vergrößerung durchgeführt, wobei auch das Schul- und Mesnerhaus entstand. Bei diesen Baumaßnahmen wurden auch Fresken gefunden, die auch dem 16. Jahrhundert stammen. Sie stellen die Situation der Leprakranken zu jener Zeit dar. Außerdem findet sich die Jahreszahl 1512 darin wieder. Die weiteren Ausstattungen, wie Altar und Orgel wurden erst in den 80er Jahren bzw. später erneuert.
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